Re: MP3 kann 396 Bit - Video-DVD als Langspielplatte
Juli 21, 2008 4:03 pm Allgemein> Das mit den db habe ich nicht ganz verstanden. Immerhin liegt die
> grundsätzliche Lautstärke der Lieder in erster Linie vom Verstärker
> (respektable der eingestellten Lautstärke) ab.
Aeh jein, nagtuerlich spielt der verstaerker eine Rolle.
Aber nochmal zum Mitmeiseln:
bei 16 Bit fuer die Abtastung habe ich 2^16 verschiedene Werte fuer
die Lautstaerke. Da man normalerweise immer mit gleichen Abstaenden
abtastet, kann ich damit also insgesamt 65536 unterschiedliche Werte
darstellen, wenn man das ganze mit Vorzeichen betrachtet bleiben
immer noch 2^15 also 32768 Werte fuer jede Seite eine Sinusschwinung
ueber.
D.h. dann eben, wenn nur das kleinste Bit der 16 Bit gesetzt ist
entspricht das dem leisestem Wert, wenn alle gesetzt sind dem
lautesten.
Wenn man jetzt annimmt, dass ich meinen Verstaerker so laut
einstelle, dass er mit allen gesetzten Bits eben die 130 dB der
Schmerzgrenze erreicht, dann heisst dass, wenn dann eine Stelle
kommt, wo nur noch das letzte Bit gesetzt ist muss man das auch noch
hoeren.
Das ist ein Dynamikunterschied von 96 dB - praktisch unmoeglich zu
realisieren, da die Umgebungslautstaerke viel mehr als 130-96 = 34 dB
ist.
Wenn man also das einer Umgebungslautstaerke anpassen wuerde - sagen
wir mal 50 db, muesste man dann die lauteste Stelle eines Liedes mit
50 96 = 146 dB hoeren - aber da waerst Du schon laengst tot….
In einem guten Konzertsaal bei einem klassischen Konzert kann man
(wenn alles gut geht) vielleicht 60 db erreichen - vielleicht auch
etwas mehr.
Auf CDs wird deswegen der Dynamikumfang von vielleicht 60 dB der
echten Aufnahme auf 20..40 dB reduziert (Klassik-CD haben dabei mehr
als Rock/Pop).
(Ach so - nochwas - 3 dB mehr heisst immer es wird doppelt so laut,
d.h. 6 dB == viermal so laut)
> Was ich allerdings weiß ist, daß 8 Bit im gegenSatz zu 16 Bit einfach
> nur armselig rauschen.
Stimmt - aber das haengt eher damit zusammen, dass beim Abtasten ja
immer Fehler passieren - da der reale Wert nicht durch die 2^16 Bit
darstellbar ist.
Und bei 8 Bit hat man eben noch deutlich weniger Moeglichkeiten.
Beispiel mal ganz einfach:
Man moechte die Zahlen 1..100 durch 4 Bit darstellen.
4 bit kann genau 16 Werte darstellen, mehr laesst sich nicht
unterscheiden.
d.h. ich kann 0,6,12,19,25 usw. darstellen, aber zum beispiel keine
Zahl 22.
Wenn man jetzt eine reine Sinusschwingung auf diese Weise abtastet,
dann wird sie eben etwas ‘eckig’ - was dann in Oberwellen resultiert
bei der Rekonstruktion - und diese sind immer Vielfache der
Grundwelle - also wenn ich 1 kHz abtaste bekomme ich dann eben
Vielfache - 2,3,4 kHz (zwar mit abnehmender Amplitude, aber sie sind
da). Und diese machen das Rauschen aus.
Deswegen zum Beispiel wird im Musikstudio mit 24 bit abgetastet - das
hat eben genau den Grund, dass man nicht voll aussteuern muss (weil
wenn es ueber das maximum hinausgeht, wirds sofort verzerrt und
unbrauchbar).
Deswegen also bleibt man deutlich unter Maximum - man hat ja 2^24
verschiedene Werte zur Verfuegung - und braucht fuer eine CD eben ja
nur 16 - eigentlich sogar noch weniger (wegen der
Dynamikkompression).
Also sucht man dann in den 24 Bit Werten das Maximum und schneidet
dann ab dort nach unten 16 Bit aus den 24 Bit Aufnahmedaten heraus
und benutzt diese im weiteren Vorgehen und hat damit eine optimale
Aussteuerung der CD (bis auf das theoretische Maximum).
> Allerdings bezweifle ich stark, daß man “hinzugedichtete” Daten, egal
> mit welchem Aufwand, tatsächlich hören und als besseren Klang
> einstufen würde.
Kann man nicht….
Was aber funktioniert ist das sogenannte “Komfort-Noise” - was in
frueheren Mobilgeraeten und auch Radios eingesetzt wurde.
man hat einfach ein spezielles sehr hochfrequentes Rauschen zum
Signal dazugemischt und die Leute die das probe gehoert haben, fanden
das Signal immer besser als das unverraushte Orginal.
