Video Edit Magic: Nicht kaufen! Bestenfalls beta-Stadium, miserabler Support! - Audio

8:01 pm Allgemein

Ein Filmchen schneiden war die Idee. Scnell eine Shareware gesucht -
gefunden. Dachte ich. Wenngleich Video Edit Magic mit einer
aufgeräumten Oberfläche daher kommt und in einigen Punkten gut
durchdacht ist, hakt es an recht grundsätzlichen Punkten.
Um mein Material nutzbar zu exportieren, musste ich Video Edit Magic
kaufen, sonst wurde es nichts mit längeren Sequenzen ohne Werbelogo.
So weit - so gut. Ich montierte Bilder und Filmsequenzen mit
Hintergrundmusik. Dann fiel mir auf, dass mein gespeichertes Projekt
die Lautstärke der Tonspuren nicht mitspeichert. Stattdessen stellt
sich nach Programm beenden die Lautstärke durchgängig auf eine Ebene
oberhalb seiner eigenen Skala. Das bedeutete, Rechner und Programm
während der Arbeit am Projekt anlassen. Erste Support-eMail an Firma
Deskshare geschrieben und weitergemacht, hatte schließlich einen
festen Termin.
Seltsam erschien mir dann, wie die Clips sich bewegen (lassen).
Theoretisch war die Idee folgende: Bewegt man einzelne Sequenzen oder
Bilder mit der Maus, bewegen sich nur die gerade ausgewählten, nutzt
man die Pfeiltasten, bewegt sich alles nach der gewählten
Sequenz/Bild.
Praktisch würfelte jede zu weite Mausbewegung Clips durcheinander,
Tastenbewegungen in der Mitte der Sequenz bewegten die gesamte (!)
Videospur unabhängig von der Tonspur, oder auch mal nur weite Teile,
mühsam erarbeitete Crossfades und Bild-Rhythmus Einstellungen mussten
erneut gemacht werden. Mittlerweile war eine Woche vergangen, der
Kurzfilm musste so bleiben wie er war. Aber natürlich nicht ohne beim
Export noch einmal abzustürzen und die erneute Lautstärke und
Fadepunkteeinstellung wiederholen zu müssen (wir erinnern uns - wird
nicht gespeichert).
Auf die Support eMail (aber nur über das Kontaktblatt auf der
Website, wo man verspricht, innerhalb eines Arbeitstages zu
antworten) kam zwei Tage später die Nachfrage, welche Version ich
denn nutze. Nun gut, ich hatte zwar gesagt, dass ich das Produkt
gerade heruntergeladen und gekauft hatte, aber gab gewünschte
Information. Drei weitere Tage später wünschte man einen screenshot
des Projektes zu bekommen, erklärte mir wie ich dies anstellen müsse
und bat mich zu erklären, wie ich denn vorgegangen sei. Daraufhin
sandte ich den Screenshot wie gewünscht per FTP an den angegebenen
Server und beschrieb wie ich vorging (ich hielt mich an die
Einführung und Hilfe des Programms). An dem Punkt war ich aber schon
recht sicher, diese Software nie wieder nutzen zu wollen. Ich wartete
noch ein paar Tage, es kamen keine Hinweise der Supporter.
Also stellte ich einen Kaufrücktrittsantrag und begründete diesen
freundlich. Dummerweise nannte ich die falsche Versionsnummer in dem
Schreiben, in dem aber die Kaufbestätigung angehängt war. Lakonische
Rückantwort, ich solle die neue Version nutzen. Noch mal
nachgeschaut, die hatte ich genutzt, meinen Irrtum dem Kontaktbogen
gebeichtet und die Bitte um “Refund” wiederholt. Eine Woche später
(es sei hier an das Versprechen mit einem Tag Antwortzeit erinnert)
kam die Antwort, gegen $10 Gebühr würde man mir mein Geld
rücküberweisen. Sehr beherrscht antwortete ich, “zieht ab was Ihr
wollt aber bewegt Euch!” Unflätigere Formulierungen verkniff ich mir,
nicht aber den Hinweis, dass ich
a) nie wieder bei Deskshare kaufe und
b) andere warnen werde.
Letzteres hoffe ich hiermit deutlich getan zu haben.

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